Schnelle Hilfe bei Ohrenschmerzen - Hausmittel oder HNO-Arzt?

Abgebildet ist ein Schema der Anatomie des Ohres, alle Bereiche können Ohrenschmerzen auslösen
Anatomie des Ohres

Sind Hausmittel bei Ohrenschmerzen ausreichend?

Ohrenschmerzen sind häufige Symptome in der HNO-Heilkunde. Jeder Patient wünscht sich rasche Hilfe.
Zwiebelsäckchen, Wärme oder Kälte (bei akuten Beschwerden) sowie Wadenwickel bei Fieber sind erste Maßnahmen, die unsere Großeltern schon angewandt haben. Wenn die Hausmittel bei Ohrenschmerzen versagen, führen Ohrenstechen, Ohrendruck mit und ohne Hörminderung sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen zum HNO-Arzt.

Ursachen für Schmerzen am Ohr

Ohrenschmerzen werden durch Entzündungen, Verletzungen oder Tumore ausgelöst. Dabei können alle Bereiche des äußeren Ohres, des Mittelohres und des Innenohres betroffen sein. Oft sind Krankheiten der Nase, des Rachens und des Kehlkopfes sowie der Zähne, der Mundhöhle, des Kiefergelenkes und der Halswirbelsäule mit Schmerzen der Ohren verbunden. Jeder kennt den Schnupfen, der sich "auf die Ohren legt" und wünscht sich dann schnelle Hilfe.

Abgebildet ist eine Untersuchung des Ohres mit dem Ostoskop bei Ohrenschmerzen
Untersuchung des Ohres

Was macht ein HNO-Arzt bei Ohrenschmerzen?

Oft kann schon die Angst vor dem Gang zum HNO-Arzt genommen werden, wenn die Patienten wissen, was sie erwartet. Sie fragen sich, "was ein HNO-Arzt macht".
In der HNO-Privatpraxis untersuchen wir die Ohren mit der Stirnlampe oder dem Otoskop sowie mit dem Mikroskop.
Häufig finden wir Ohrenschmalz und Entzündungen des Gehörganges, besonders oft nach dem Baden sowie nach Manipulationen mit dem Wattestäbchen. Der Gehörgang schwillt an und es kommt zu Ohrenschmerzen und Hörminderung.
Ist der Gehörgang frei und reizlos, können wir das Trommelfell und das Mittelohr gut beurteilen. Bei Mittelohrentzündungen fällt das gerötete und vorgewölbte Trommelfell auf. Manchmal kommt es spontan zum Einreißen des Trommelfelles und zum Abfluss von Sekret aus dem Mittelohr in den Gehörgang.
Bei intaktem und reizlosem Trommelfell sehen mit dem Mikroskop, ob sich hinter dem Trommelfell - im Mittelohr - Sekret befindet. Typisch ist dies bei Belüftungsstörungen des Mittelohres durch Verlegung der Ohrtrompete (Gang zwischen Ohr und Rachen). Ausgelöst wird die Belüftungsstörung zum Beispiel durch Schnupfen oder Rachenmandelvergrößerung.
Letztlich hilft uns die Ohrdruckmessung (Tympanometrie), die Beweglichkeit des Trommelfelles einzuschätzen. Auffällige Untersuchungen weisen hier auf eine Störung des Mittelohres hin. Eine Hörprüfung (Audiometrie) bestätigt den Verdacht bei Mittelohrerkrankungen, kann aber zusätzlich auch auf Störungen im Innenohr hinweisen.
Untersuchungen des Mundes, der Nase und des Rachens helfen uns, Auslöser für Ohrenschmerzen zu finden. Dabei setzen wir kleine und weiche Endoskope mit einer Kamera ein, um alle Bereiche gut beurteilen zu können.

Wichtige Techniken bei der Behandlung am Ohr

Manchmal sind einfache lokale Maßnahmen ausreichend. Wichtig ist die Reinigung des Gehörganges unter mikroskopischer Sicht. Streifeneinlagen mit Salben und Tropfen helfen bei Gehörgangsentzündungen und Ohrenschmerzen.
Bei Mittelohrentzündungen geht es um die Verbesserung der Belüftung zwischen Ohr und Rachen. Hier werden abschwellende Nasentropfen und sekretlösende Medikamente eingesetzt. Manchmal sind auch Antibiotika notwendig. In einigen Fällen kann auch ein Trommelfellschnitt helfen. Die sofortige Druckentlastung bringt hier schnell eine Linderung der Ohrenschmerzen.
Bei längeren Verläufen führt der Sekretstau im Mittelohr zu schleichenden Entzündungen und zum Hörverlust. Schmerzen stehen hier nicht im Vordergrund. Bei Kindern ist oft die Vergrößerung der Rachenmandel ursächlich. Die operative Verkleinerung der Rachenmandel mit und ohne Trommelfellschnitt sollten frühzeitig durchgeführt werden. Bei Erwachsenen zeigt eine Röntgenaufnahme, ob eine Operation notwendig ist.
Wenn die Ohren unauffällig erscheinen, führen weitere Untersuchungen in anderen Fachbereichen zur Ursache der Beschwerden am Ohr.
Der HNO-Arzt rät, wenn die Ohrenschmerzen trotz Hausmitteln bleiben, ist eine fachkundige Hilfe notwendig.

Dargestellt ist eine lachende Frau, sie hört wieder gut, waren Hausmittel aureichend?

Die HNO-Privatpraxis hilft Ihnen bei Ohrenschmerzen!