Hilfe bei Schnarchen in der Privatpraxis für HNO-Heilkunde in Heidenau

Warum beginnt man zu Schnarchen?

Schnarchen entsteht durch die Erschlaffung des muskulären Rachens beim Schlafen. Das Flattern des Gaumensegels und des Zäpfchens erzeugt das typische Geräusch. Beim primären Schnarchen steht die Geräuschbelästigung im Vordergrund. Dieses Schnarchen ist für den Patienten selbst ungefährlich, stört aber den Bettpartner und führt nicht selten zu getrennten Schlafzimmern.
Erschlafft die Rachenmuskulatur weiter, kann es zur vollständigen Verlegung der oberen Atemwege kommen. Der Sog beim Einatmen verstärkt den Kollaps des erschlafften Gewebes. Die Atmung setzt dann aus (Schlafapnoe) und eine Minderversorgung mit Sauerstoff ist die Folge. Der nächtliche Sauerstoffmangel kann Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall auslösen. Die Patienten klagen über erhöhte Müdigkeit am Tag und viele unspezifische Beschwerden. Im Gegensatz zum harmlosen Schnarchen steht jetzt die gesundheitliche Schädigung des Patienten selbst im Mittelpukt.

Ursachen und Gründe für Schnarchen

Schnarchen entsteht durch Schleimhautschwellungen in der Nase und den oberen Atemwegen. Infektionen, Entzündungen oder Allergien können hier ursächlich sein. Enge anatomische Verhältnisse in der Nase, im Rachen oder Kehlkopfbereich sowie Fehlstellungen der Zähne und des Unterkiefers können Schnarchen auslösen. Übergewicht, Alkohol, Nikotin, Medikamentennebenwirkungen und Schlafen in Rückenlage begünstigen das Schnarchen und erhöhen das Risiko für eine Schlafapnoe.

Notwendige Untersuchungen bei Schnarchen

Wenn die eigenen Mittel gegen Schnarchen nicht ausreichen, suchen die Patienten ärztliche Hilfe, um das Schnarchen zu verhindern.
Wir untersuchen die oberen Atemwege und klären ab, ob Engstellen vorliegen. Mittels Endoskop kann der Rachen gut beurteilt werden. Entsprechende Manöver mit forcierter Einatmung verdeutlichen eine mögliche Kollapsneigung der Weichgewebe des Rachens. Ein Allergie-Test ist notwendig, um eine Milbenallergie auszuschließen. Milben-Allergiker leiden insbesondere im Bett unter Schleimhaut- Schwellungen im Nasen- und Rachenbereich. Die Schleimhautschwellungen führen zur zusätzlichen Einengung und verstärken das Schnarchen.

Die subjektiven Beschwerden des Patienten einzuschätzen, ist oft sehr schwer. Hier hilft uns der ESS- Fragebogen (Epworth Sleepiness Scale), die Tagesschläfrigkeit zu objektivieren und einzuordnen.

Auswertung des ESS-Fragebogens

0-7 Punkte
Ihre Werte liegen im Normbereich, sie zeigen keine erhöhte Tagesmüdigkeit. Ihr Schlafapnoe- Risiko ist gering einzuschätzen. Falls Sie jedoch schnarchen und ihr Bettpartner sogar nächtliche Atemaussetzer festgestellt hat, sollten Sie sich an uns wenden.

7-10 Punkte
Bei Ihnen liegt eine durchschnittliche Tagesmüdigkeit vor. Dieses Testergebnis deutet nicht auf ein erhöhtes Risiko hin. Bei dauerhaftem Schnarchen oder festgestellten Atemaussetzern in der Nacht sollten Sie sich jedoch von uns untersuchen lassen.

10-15 Punkte
Ihre Tagesmüdigkeit ist erhöht. Sie sollten sich bei uns untersuchen und eine Polygraphie (Schlaf-Recorder für zu Hause) durchführen lassen.

> 15 Punkte
Der Grad ihrer Tagesmüdigkeit ist sehr hoch. Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass Sie an Schlafapnoe leiden. Sie sollten sich sobald als möglich bei uns untersuchen lassen. Wir geben Ihnen einen speziellen Schlaf- Recorder (Polygraphie) für zu Hause mit. Damit lässt sich das Risiko für Schlafapnoe zuverlässig feststellen.

Wie kann man Schnarchen verhindern? Gibt es Hilfe?

Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung.
Wir empfehlen eine Nasen- und Rachen-Schleimhaut-Pflege mit Salzwasser-Spülungen sowie anschließender Anwendung von Nasenöl und Nasensalbe. Oft verspürt der Patient dadurch eine Verbesserung der Nasenatmung, obwohl sich an den Verhältnissen in der Nase nichts geändert hat.
Patienten mit allergischen Beschwerden und nachgewiesener Milbenallergie sollten entsprechende Maßnahmen einleiten. Hier sind antiallergische Medikamente, spezielle Milbenbettwäsche sowie die Hyposensibilisierung als Spritzentherapie gegen die Allergie zu nennen.
Bei Übergewicht ist immer die Gewichtsreduktion anzustreben, bevor umfangreichere Therapien durchgeführt werden.
Ein wichtiger Aspekt für Schnarchauslöser ist die Körperlage im Bett. Die meisten Menschen schnarchen in Rückenlage am stärksten, weil in dieser Position der muskuläre "Rachenschlauch" schneller kollabiert. Veränderungen der Schlafposition können hier gut helfen und die oberen Atemwege sind freier. Auch eine Schlafweste ist sinnvoll. Sie verhindert, dass sich der Patient wieder auf den Rücken dreht.
Schnarcher-Schienen schieben den Unterkiefer nach vorn und straffen so das Gewebe im Rachen. Damit werden wieder freie Verhältnisse geschaffen.
Nasen-Klammern und Nasen-Pflaster vergrößern den Naseneingangsbereich und verbessern die Nasenatmung.
Gaumendraht-Spangen werden im Rachenbereich eingesetzt und straffen den Gaumen. So verhindern sie Schnarchen und Atemaussetzer.
Operationen im Nasen- und Rachenbereich werden heute nicht mehr so häufig durchgeführt. Letztlich können jedoch alle operativen Maßnahmen, die Nase und Rachen in der Belüftung verbessern, auch bedingt das Schnarchen reduzieren.
Diagnostizieren wir mit Hilfe unseres Schnarchrekorders (Polygraphie) Atemaussetzer, schicken wir die Patienten ins Schlaflabor, um die Notwendigkeit eines nächtlichen Beatmungsgerätes überprüfen zu lassen.

Der HNO-Arzt in Heidenau Dr. Haupt hilft Ihnen bei Schnarchen!

Quellen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V. (2019). S3-Leitlinie (Langfassung) Diagnostik und Therapie des Schnarchens des Erwachsenen. Abgerufen am 24. February 2021, von https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/017-068l_S3_Diagnostik_Therapie_Schnarchen_Erwachsene_2019-8.pdf

K. H. Rühle, G. N. (2012). Erfassung der Tagesschläfrigkeit mittels EpworthSchläfrigkeits-Skala und einem 3-Item-Fragebogen bei obstruktiver Schlafapnoe. Abgerufen am 24. February 2021, von https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0031-1291634.pdf

Privatpraxis für HNO-Heilkunde in Heidenau

Dr. med. Andreas Haupt
Facharzt für HNO-Heilkunde

Ernst-Thälmann-Straße 15
01809 Heidenau (Sachsen)

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Fax 03529 523468

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